Lectrix – Notizen einer Leserin

18. September 2006

Robert Harris: Pompeji

Filed under: Robert Harris — Lectrix @ 12:30

Erstaunlich.
Erstaunlich, wie spannend ein Roman sein kann, bei dem man große Teile des Ablaufs des Geschehens schon vor der ersten Lektüre kennt.

Und falls es unter den Lesern doch jemanden geben sollte, der nicht weiß, dass der Vesuv am 24.8.79 n.Chr. ausbrach, weist Robert Harris durch die Überschriften der vier Teile des Buches ausdrücklich auf die Chronologie hin:

  • „Mars – 22. August – Zwei Tage vor dem Ausbruch“
  • „Merkur – 23. August – Der Tag vor dem Ausbruch“
  • „Jupiter – 24. August – Der Tag des Ausbruchs“
  • „Venus – 25. August – Der letzte Tag des Ausbruchs“

Aber das tut der Spannung, wie eingangs bereits erwähnt, keinen Abbruch. Eher im Gegenteil. Dadurch dass die Kapitel zudem nach den Stunden benannt sind, wird die Stimmung einer tickenden Zeitbombe erzeugt.
Denn auch wenn der Leser sich erinnert, dass Pompeji, Herculaneum, Oplontis und Stabiae damals verschüttet wurden und der größte Teil der Bevölkerung dieser Orte entweder direkt oder auf der Flucht dem Ausbruch zum Opfer fiel, nutzt Robert Harris geschickt, dass die damaligen Bewohner der Region und somit auch die Protagonisten seines Romans, das nicht wussten.

Und so ergreift der Wasserbaumeister Attilius als er erst ein Nachlassen des Wasserdrucks und dann eine erhöhte Schwefelkonzentration im über das Aquädukt Aqua Augusta kommende Wasser bemerkt, nicht etwa die Flucht, sondern macht sich stattdessen auf den Weg, um die Ursache der Schwierigkeit zu ergründen und die Wasserversorgung der Städte am Golf von Neapel sicher zu stellen.

Und so schickt Attilius die Frau, in die er sich verliebt hat, am Morgen des Tages des Ausbruchs vom Fuße des Vesuv, wo er die mysteriös – durch Magma – zerstörte Wasserleitung reparierte, nach Pompeji:

»[…] Außerdem ist das nicht so wichtig. Die Hauptsache ist, dass du von hier fortkommst. Irgendetwas passiert mit dem Berg. Ich weiß nicht, was es ist. Exomnius hat es schon vor Wochen vermutet. Es ist, als…« Er brach ab. Er wusste nicht, wie er es in Worte fassen sollte. »Es ist, als – als würde er lebendig. In Pompeji wirst du sicherer sein.«
Sie schüttelte den Kopf. »Und was wirst du tun?«
»Nach Misenum zurückkehren. Dem Befehlshaber Bericht erstatten. Wenn irgendjemand einen Sinn in das hineinbringen kann, was hier passiert, dann er.«
(Robert Harris: Pompeji, München: Heyne, 2003, S. 251)

Und so kommt es, dass Attilius mit an Bord des Schiffes ist, auf dem Plinius am 24. August in den Golf von Neapel hinein segelt, um das Ereignis genauer beobachten zu können:

Plinius umklammerte die Armlehnen seines Stuhls, zu überwältigt, um etwas zu sagen. Doch dann erinnerte er sich an seine Pflicht gegenüber der Wissenschaft. »Jenseits von Pausilypon«, diktierte er zögernd, »sind der gesamte Vesuv und die ihn umgebende Küste vollständig von einer driftenden Wolke verhüllt, weißlich grau und von schwarzen Streifen durchzogen!« Aber das war zu nichtssagend, dachte er; er musste einen Eindruck von Ehrfurcht erwecken. »Darüber hinausragend, sich wölbend und entrollend, als würden die heißen Eingeweide der Erde herausgezerrt und himmelwärts gezogen, erhebt sich die zentrale Säule der Manifestation.« Das war besser. »Sie wächst«, fuhr er fort, »als würde sie von einer ununterbrochenen Explosion angetrieben. Aber in ihrem oberen Teil wird das Gewicht der ausgestoßenen Materie zu groß; sie sinkt ab und dehnt sich seitwärts aus. Ist das auch deine Meinung, Aquarius?«, rief er. »Ist es das Gewicht, dass die Verbreiterung bewirkt?«
»Das Gewicht, Befehlshaber«, rief er zurück. »Oder der Wind.«
»Ja, das leuchtet ein. Füg das hinzu, Alexion. In größerer Höhe scheint der Wind stärker zu sein, und er treibt die Manifestation nach Südosten.« Er wandte sich an Torquatus. »Wir sollten uns diesen Wind zunutze machen! Lass die Segel setzen!«
(Robert Harris: Pompeji, München: Heyne, 2003, S. 318)

Alles in allem eine sehr spannende Schilderung der Katastrophe, die sich 79 n.Chr. am Vesuv ereignete und darüber hinaus ein sehr interessanter Roman zur römischen Antike, in dem zum Einen die beeindruckenden Errungenschaften der Römer im Bereich der Wasserversorgung anschaulich beschrieben werden und Plinius ein Denkmal gesetzt wird, zum Anderen aber auch die krassen sozialen Missstände und die Dekadenz der Reichen – und insbesondere der Neureichen – vorgeführt wird.

Abschließen möchte ich diesen Beitrag mit dem Zitat einer herrlich ironischen Passage, die sich Robert Harris an einer Stelle erlaubt. Während sich allmählich immer mehr Bewohner Pompejis doch beginnen Sorgen zu machen, bemüht sich ein ‚Investor‘, die führenden Politiker durch die Bekanntgabe dieser Prophezeiung zu beschwichtigen:

Ampliatus stellte eine angemessen feierliche Miene zur Schau. »Sie hat Sabazius Schlangen geopfert und sie dann abgehäutet, um ihre Bedeutung zu erkennen. Ich war die ganze Zeit dabei.« Er erinnerte sich an die Flammen auf dem Altar, den Rauch, die glitzernden Hände, den Weihrauch, die zittrige Stimme der Sybille: Schrill, kaum menschlich war sie gewesen […]. Der ganze Vorgang hatte ihn wider Willen beeindruckt. »Sie hat eine Stadt gesehen – unsere Stadt -, viele Jahre später. Tausend Jahre später, vielleicht sogar mehr.« Er dämpfte seine Stimme zu einem Flüstern. »Sie hat eine Stadt gesehen, die in der ganzen Welt berühmt ist. Unsere Tempel, unser Amphitheater, unsere Straßen – überall wimmelte es von Menschen jeder Sprache. Das war es, was sie in den Eingeweiden der Schlangen gesehen hat. Was wir hier gebaut haben, wird fortdauern – noch lange nachdem die Caesaren zu Staub zerfallen und das Imperium untergegangen ist.«
(Robert Harris: Pompeji, München: Heyne, 2003, S. 268)


16. September 2006

Daniel Kehlmann: Mahlers Zeit

Filed under: Daniel Kehlmann — Lectrix @ 17:00

David Mahler, ein dicker, kurzsichtiger, unter Asthma und Herzproblemen leidender, junger Physiker, beschäftigt sich bereits seit Jahren mit dem Sonderfall der Zeit. Während alle anderen Vorgänge des Universums zyklisch sind, soll allein die Zeit dies nicht sein – das besagt zumindest der zweite Hauptsatz der Thermodynamik, dessen unumstößliche Gültigkeit er aber bezweifelt. Eines Nachts kommt er auf die Lösung.

David erschrak. Er fror. Für einen langen Moment wusste er nicht, wo er sich befand. Etwas war geschehen. Als wäre ein Riß durch ihn gegangen, als hätte ein Teil von ihm ihn verlassen; und plötzlich spürte er eine Bewegung: Etwas kam auf ihn zu. Vor ihm auf dem Tisch lag ein Stoß von dreißig beschriebenen Blättern, bekritzelt in einer großen, zittrigen Schrift: leicht schiefe Kolonnen von Zahlen, Skizzen, Kurven, die sich in weiten Bögen über das Papier schlängelten, Diagramme, die keinen Sinn zu haben schienen, beschriftet mit Zeichen, die er hatte er erfinden müssen; aber all das war, wenn man es begriff, von leuchtend perfekter Klarheit.
(Daniel Kehlmann: Mahlers Zeit, Frankfurt a.M.: Suhrkamp, 1999, S. 14 f.)

David Mahler ist fest davon überzeugt, damit die vier Formeln gefunden zu haben, die zusammen den zweiten Hauptsatz der Thermodynamik außer Kraft zu setzen vermögen. Nun muss er nur noch jemanden finden, der ihm glaubt und seine Entdeckung und ihre Tragweite nachvollziehen kann…

Soweit so gut und vielversprechend.

Daniel Kehlmann versucht in diesem Roman von da an, die Auflösung der Gerichtetheit und des gleichmäßigen Ablaufs der Zeit literarisch zu erfassen. Die Beschreibung der Versuche des Hauptakteurs seine Freundin, seinen besten Freund, seine Studenten und seinen Professor von seiner Entdeckung zu überzeugen, geraten dabei mit der Erzählung seiner Bemühungen Kontakt mit dem schon lange bewunderten Nobelpreisträger aufzunehmen durcheinander, sowie mit der Wiedergabe von Kindheitstraumata.

Eigentlich interessant gemacht. Eigentlich ein passender Ansatz.

Aber die Kindheitstraumata waren mir persönlich echt zu heftig – unnötig heftig.
Und Mahlers zunehmenden Verfolgungswahn fand ich eher anstrengend.

Das soll jetzt nicht heißen, dass ich das Buch nicht dennoch in kürzester Zeit verschlungen hätte und bis zum Ende gespannt war, ob es ihm gelingen würde, den Nobelpreisträger zu erreichen und seine Ideen dessen Überprüfung standhalten würden – oder ob er doch nur extreme psychologische Probleme und Wahrnehmungsstörungen hat.

Es soll aber deutlich machen, dass ich den Roman nur eingeschränkt weiter empfehlen kann.


10. September 2006

Maarten ‘t Hart: Die Sonnenuhr oder Das geheime Leben meiner Freundin Roos

Filed under: Maarten 't Hart — Lectrix @ 22:19

Von Maarten ‚t Hart las ich zuvor „Das Wüten der ganzen Welt“ sowie „Die Jakobsleiter“. Dabei handelt es sich auch schon um recht unterschiedliche Bücher, die mir aber beide – jedes in seiner Art – sehr gut gefielen.

„Die Sonnenuhr“ ist nun nochmal ganz anders.
Ich habe es aber gerne gelesen, denn es hat mir – eher überraschend, wenn man an die beiden anderen Bücher denkt – einige recht vergnügliche Stunden verschafft. Es ist nämlich zwar ein Krimi, der gegen Ende sogar recht spannend wird. Jedoch erlaubt sich Maarten ‚t Hart in diesem Roman darüber hinaus etliche amüsante – durchaus treffende – Beobachtungen der Probleme mit denen Frauen sich herumschlagen. So beginnt das Buch schon mit dem folgenden Absatz:

Roos war tot, und ich wußte nicht, was ich anziehen sollte. Wenn es doch Winter wäre, dachte ich, dann würde ich meinen schwarzen Mantel anziehen. Wer stirbt denn auch im Sommer? Zugegeben, es war ein holländischer Mogelsommer mit kalten, nassen Tagen. Schon seit Anfang Juni herrschte der westeuropäische Monsun. Dennoch, ein Wintermantel, das ging nicht. Aber was dann?
(Maarten ‚t Haart: Die Sonnenuhr, 2. Aufl., Zürich-Hamburg: Arche 2003, S. 7)

Diese Überlegung der Ich-Erzählerin erscheint einerseits natürlich unpassend, insbesondere angesichts der Tatsache, dass es immerhin um die Beerdigung ihrer besten Freundin geht. Andererseits weiß man, dass Frauen solch unpassende Fragen in derartigen Momenten durch den Kopf gehen. Erfrischend also, dieses zu lesen.
Und auch wenn es auf den nächsten Seiten zunächst weiter um Fragen der Garderobe zu gehen scheint, hat Maarten ‚t Hart damit bereits in diesem ersten Abschnitt die eigentliche Frage angedeutet: Ist Roos tatsächlich an einem Sonnenstich gestorben?

Als die Ich-Erzählerin kurz darauf den Bedingungen des seltsamen Testamentes Ihrer Freundin gemäß in deren Wohnung einzieht und ihr Aussehen nachzuahmen beginnt, um den Katzen auch weiterhin das gewohnte Frauchen zu bieten, erreichen sie merkwürdige Anrufe, reagieren Personen unangemessen erschreckt bei ihrem Auftauchen, kommt es zu Begegnungen mit merkwürdigen Typen und schrillen Personen. Und so beginnt sie sich allmählich intensiver mit der Frage zu beschäftigen, was Ihrer Freundin zugestoßen sein mochte. Schon bald ist sie sich sicher, dass jemand nachgeholfen haben muss. Zunächst scheint es aber kein Motiv zu geben. Doch dann macht die Ich-Erzählerin eine erstaunliche Entdeckung:

Auch Geldzählen erwies sich, wieder zu Hause angekommen, mit Curve Ovals als lästige Aufgabe. Ich hätte es gar nicht zu tun brauchen. Weshalb mußte ich unbedingt genau wissen, wieviel Geld ich mitgebracht hatte? Ich zählte alles genau, obwohl mir schon nach dem ersten Umschlag, in dem fünftausend Gulden steckten, klar war, daß der Gesamtbetrag sich auf die bemerkenswert runde Summe von fünfzigtausend belaufen würde.
Fünfzigtausend! Was sollte ich damit um Himmels willen anfangen? Anderthalb Jahre noch bis zur Einführung des Euro, gut fünfhundert Tage. Hundert Gulden pro Tag würde ich ausgeben müssen! Wofür, um Himmels willen? So teuer war Sheba nicht.
Nun hatte ich das Problem, wo ich fünfhundert Scheine sicher verwahren konnte, und dazu die Frage, wie Roos an das viele Geld gekommen war. Die vorläufige Lösung des ersten Problems machte das zweite noch dringlicher. Denn als ich ein Buch nach dem anderen aus ihrem Regal nahm und in jedes zwei Hunderter legte, stellte sich heraus, daß besonders in größeren Nachschlagewerken bereits Banknoten zwischen den Seiten lagen.
(Maarten ‚t Haart: Die Sonnenuhr, 2. Aufl., Zürich-Hamburg: Arche 2003, S. 160f.)

Nach und nach findet die Ich-Erzählerin immer mehr Möglichkeiten heraus, woher Roos das Geld haben könnte und wer demzufolge ein Motiv gehabt hätte. Im Laufe des Buches erweist sich, dass der Untertitel „Das geheime Leben meiner Freundin Roos“ nicht zu viel versprach.

Dass die tatsächliche Lösung mich nicht völlig überzeugen konnte, macht bei diesem Krimi nichts. Die Lösung ist ok, nicht mehr. Wichtiger ist jedoch mit welcher Beschwingtheit es zu einer überraschenden Wendung nach der anderen kommt, wie geschickt der Autor seine Protagonistin und den Leser auf eine falsche Spur nach der anderen bringt und wie nett Maarten ‚t Haart nebenbei die ganz normalen Probleme des Alltags einfängt.

Ein ideales Buch zum entspannten Lesen – egal ob beim Sonnenbad auf dem Balkon oder an einem verregneten Tag auf der Coach.


3. September 2006

Daniel Wallace: Big Fish

Filed under: Daniel Wallace — Lectrix @ 15:24

„Nach diesem Roman entstand der grandiose Kinofilm von Tim Burton!“ heißt es in der Beschreibung auf der Rückseite der Knaur-Taschenbuchausgabe dieses Romans.
Wir mögen den Film „Big Fish“ sehr gerne.
In der Hoffnung mehr Hintergrundinformationen und mehr Details zu den phantasievollen Geschichten dieses warmherzigen Films zu finden, entschieden wir uns zur Lektüre und wurden gleichermaßen enttäuscht wie positiv überrascht.

Enttäuscht, weil das Buch in vielerlei Hinsicht ganz anders ist als der Film.
Positiv überrascht, weil das, was anders ist, gut so ist, wie es ist.

Es fängt schon damit an, dass es sich bei diesem Buch eigentlich nicht um einen wirklichen Roman handelt. Eigentlich ist es eher eine mehr oder weniger chronologische Aneinanderreihung von einzelnen mehr oder weniger legendenhaften/phantastischen/surrealen Erzählungen, in denen ein Sohn Geschichten vom Leben seines Vaters in einfacher, bildreicher Sprache voller Übertreibungen wiedergibt.

So beginnt das Kapitel „Der Tag, an dem er geboren wurde“ folgendermaßen:

Er wurde in dem trockensten Sommer seit vierzig Jahren geboren. Die Sonne dörrte den feinen roten Lehm von Alabama zu körnigem Staub, und meilenweit gab es kein Wasser. Auch Nahrung war knapp. Kein Mais in jenem Sommer, keine Tomaten, nicht einmal Kürbisse, alles verdorrte unter dem dunstigen weißen Himmel. Alles starb, so schien es: zuerst Hühner, dann Katzen, dann Schweine und dann Hunde. Landeten im Eintopf, alle miteinander, mitsamt Knochen und allem.
Ein Mann wurde verrückt, aß Steine und starb. Zehn Mann waren vonnöten, um ihn zu seinem Grab zu tragen, so schwer war er, und noch einmal zehn, um es auszuheben, so trocken war die Erde.
(Daniel Wallace: Big Fish, München: Knaur 2004, S. 17)

Zwischen diesen Erzählungen sind die Kapitel „Meines Vaters Tod: Die Erste“, „Meines Vaters Tod: Die Zweite“, „Meines Vaters Tod: Die Dritte“ eingebettet, bis es nach „Wie es endet“ mit den Kapiteln „Meines Vaters Tod: Die Vierte“ und „Big Fish – Der große Fisch“ endet. Auch in diesen Kapiteln wird keine wirklich fortlaufende Geschichte erzählt. Viel mehr handelt es sich – so scheint es mir zumindest – um verschiedene Alternativen / Varianten, wie der letzte Tag des Vaters aussehen könnte, das letzte Gespräch des Sohnes mit seinem Vater verlaufen könnte.

<meta content="OpenOffice.org 2.0 (Linux)" name="GENERATOR" /><meta content="20060903;15442200" name="CREATED" /><meta content="20061006;4483700" name="CHANGED" />Dabei werden die Schwierigkeiten des Sohnes und des Vaters miteinander zu kommunizieren und zueinander Zugang zu finden deutlich aufgezeigt. Aber nicht verurteilend, sondern liebevoll, humorvoll und dennoch die Hilflosigkeit einfangend.</p> <p>Dieses lässt sich vielleicht an einem Beispiel besser vermitteln:<br /> Auf die Frage, ob er an den Himmel glaube, reagiert der Vater – wie offenbar stets, wenn ernsthafte oder heikle Fragen anstehen – mit dem Erzählen eines Witzes:</p> <blockquote><p>»Was für eine Frage«, sagt er mit voller Stimme. »Ich weiß nicht, ob ich es wirklich sagen kann, so oder so. Aber das erinnert mich – unterbrich mich, wenn du den schon kennst – an den Tag, als Jesus für Petrus das Himmelstor bewachte. Also, Jesus löst ihn eines Tages ab, als ein Mann den Weg zum Himmel entlang geschlurft kommt.<br /> ›Was hast du getan, um ins Himmelreich einzugehen?‹ fragt Jesus ihn.<br /> Und der Mann sagt: ›Hm, eigentlich nicht viel. Ich bin nur ein armer Zimmermann und habe ein ruhiges Leben geführt. Das einzig Bemerkenswerte an meinem Leben war mein Sohn.‹<br /> ›Dein Sohn?‹ fragt Jesus interessiert.<br /> ›Ja, er war ein fabelhafter Sohn‹, sagt der Mann. ›Er hatte eine äußerst ungewöhnliche Geburt und machte später eine große Verwandlung durch. Er wurde auch in der ganzen Welt wohlbekannt und wird heute noch von vielen geliebt.‹<br /> Christus sieht den Mann an, umarmt ihn innig und sagt: ›Vater, Vater!‹<br /> Und der alte Mann umarmt ihn auch und sagt: ›Pinocchio?‹«<br /> (Daniel Wallace: Big Fish, München: Knaur 2004, S. 93 f.)</p></blockquote> <p>Da haben wir gelacht. Denn auch wenn der Vater, die Frage seines Sohnes umging… der Witz ist hervorragend.<br /> Einige Seiten später wurde ich dann jedoch durch den Fortgang des Gespräches aus der Fassung gebracht:</p> <blockquote><p>»Ich war ein guter Dad«, sagt er.<br /> Eine nicht unanfechtbare Behauptung, die er in den Raum stellt, als warte er auf meinen Beifall. Ich betrachte ihn, betrachte sie.<br /> »Du <em>bist</em> ein guter Dad«, sage ich.<br /> »Danke«, sagt er, und seine Lider flattern ein bißchen, als hätte er gehört, was er hören wollte. Dies ist mit letzten Worten gemeint: Sie sind Schlüssel, um das Leben nach dem Tod aufzuschließen. Es sind nicht letzte Worte, sondern Schlüsselworte, und sobald sie gesprochen sind, kann man gehen.<br /> »So. Wie steht es heute, Dad?«<br /> »Wie steht was?« fragt er verträumt.<br /> »Das mit Gott und Himmel und allem. Was denkst du: ja oder nein? Vielleicht fühlst du morgen anders, das verstehe ich. Aber jetzt, was fühlst du in diesm Moment? Ich möchte es wirklich wissen, Dad. Dad?« sage ich, denn er scheint sich von mir forttreiben zu lassen in einen tiefen Schlaf. »<em>Dad?</em>« sage ich.<br /> Und er schlägt die Augen auf und sieht mich an, mit seinen blaßblauen Augen, die plötzlich erfüllt sind von Dringlichkeit, und er sagt, er sagt zu mir, er sagt zu seinem Sohn, der an seinem Bett sitzt und auf seinen Tod wartet, er sagt: »<em>Pinocchio?</em>«<br /> (Daniel Wallace: Big Fish, München: Knaur 2004, S. 97)</p></blockquote> <p>Auch wenn das Buch mich zum Weinen brachte.<br /> Auch wenn einige Kapitel des Buches bitterböse sind.<br /> Auch wenn der Sohn in den Kapiteln, die sich den letzten Tagen des Vaters widmen, desöfteren vom Verhalten seines Vaters vor den Kopf geschlagen wird.</p> <p>Dieses Buch ist ein positives Buch.<br /> Dieses Buch schafft es, die Liebe eines Sohnes zu einem Vater zu vermitteln, der in seinem Leben sicherlich vieles falsch gemacht hat, viel zu wenig da war, auch kurz vor seinem Tod noch nicht aus seiner Haut heraus kann, die für ihn typischen Verhaltensweisen / Ausflüchte bis zum Ende weiterhin zeigt.<br /> Und zwar liebt er ihn nicht, weil er all dieses ausblendet, sondern er liebt ihn trotzdem und – vielleicht – sogar ein bisschen deswegen.<br /> Denn der Sohn schafft es schließlich, sich auf die Welt seines Vaters einzulassen und mittels der Geschichten, die er von seinem Vater und über seinen Vater hörte und die er in diesem Buch aufgeschrieben hat, macht eigentlich er erst aus seinem Vater die Legende / den Mythos:</p> <blockquote><p>Und diese Bilder – das Jetzt und Einst meines Vaters – liefen zusammen, und in diesem Moment verwandelte er sich in ein unheimliches Wesen, wild, gleichzeitig jung und alt, sterbend und neugeboren.<br /> Mein Vater wurde ein Mythos.<br /> (Daniel Wallace: Big Fish, München: Knaur 2004, S. 14)</p></blockquote> </div> <div class="feedback"> <!-- Kommentar gerne auch per Mail: <em>lectrix [ a t ] sags-per-mail.de - </em> --> <span>Kommentare deaktiviert<span class="screen-reader-text"> für Daniel Wallace: Big Fish</span></span> </div> <div> <br> </div> </div> <!-- begin footer --> </div> <!-- begin sidebar --> <div id="menu"> <ul> <li id="search"> <label for="s">Search:</label> <form id="searchform" method="get" action="/index.php"> <div> <input type="text" name="s" id="s" size="15" /><br /> <input type="submit" value="Suchen" /> </div> </form> </li> <br> <li class="pagenav">Seiten<ul><li class="page_item page-item-23"><a href="http://lectrix.de/?page_id=23">About</a></li> <li class="page_item page-item-6"><a href="http://lectrix.de/?page_id=6">Impressum</a></li> </ul></li> <br> <li id="categories">Categories: <ul> <li class="cat-item cat-item-2"><a href="http://lectrix.de/?cat=2" >Agatha Christie</a> (1) </li> <li class="cat-item cat-item-3"><a href="http://lectrix.de/?cat=3" >Alessandro Baricco</a> (2) </li> <li class="cat-item cat-item-5"><a href="http://lectrix.de/?cat=5" >Amelie Nothomb</a> (1) </li> <li class="cat-item cat-item-6"><a href="http://lectrix.de/?cat=6" >Andreas Eschbach</a> (1) </li> <li class="cat-item cat-item-10"><a href="http://lectrix.de/?cat=10" >Bertolt Brecht</a> (1) </li> <li class="cat-item cat-item-11"><a href="http://lectrix.de/?cat=11" >Björn Larsson</a> (1) </li> <li class="cat-item cat-item-19"><a href="http://lectrix.de/?cat=19" >Craig Clevenger</a> (1) </li> <li class="cat-item cat-item-20"><a href="http://lectrix.de/?cat=20" >Daniel Kehlmann</a> (2) </li> <li class="cat-item cat-item-21"><a href="http://lectrix.de/?cat=21" >Daniel Wallace</a> (1) </li> <li class="cat-item cat-item-22"><a href="http://lectrix.de/?cat=22" >Diane Broeckhoven</a> (1) </li> <li class="cat-item cat-item-24"><a href="http://lectrix.de/?cat=24" >Eliot Pattison</a> (2) </li> <li class="cat-item cat-item-25"><a href="http://lectrix.de/?cat=25" >Elizabeth Kostova</a> (1) </li> <li class="cat-item cat-item-26"><a href="http://lectrix.de/?cat=26" >Eric-Emmanuel Schmitt</a> (2) </li> <li class="cat-item cat-item-28"><a href="http://lectrix.de/?cat=28" >Françoise Dorner</a> (1) </li> <li class="cat-item cat-item-31"><a href="http://lectrix.de/?cat=31" >Gerd Scherm</a> (1) </li> <li class="cat-item cat-item-34"><a href="http://lectrix.de/?cat=34" >Hans Fallada</a> (1) </li> <li class="cat-item cat-item-35"><a href="http://lectrix.de/?cat=35" >Harry Mulisch</a> (1) </li> <li class="cat-item cat-item-37"><a href="http://lectrix.de/?cat=37" >Iain Pears</a> (2) </li> <li class="cat-item cat-item-39"><a href="http://lectrix.de/?cat=39" >James Krüss</a> (1) </li> <li class="cat-item cat-item-40"><a href="http://lectrix.de/?cat=40" >Jan Weiler</a> (1) </li> <li class="cat-item cat-item-43"><a href="http://lectrix.de/?cat=43" >Joanne K. 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